1. Herrenmannschaft: 6. Wettkampftag der 2. Bundesliga 2019

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TV Schiltach sichert sich die Meisterschaft

Das VEGA Turnteam vom TV Schiltach hat sich mit einem 40 zu 31 gegen den TSV Monheim zur Meisterschaft der 2. Bundesliga Süd gekämpft. Damit qualifiziert sich die Mannschaft aus dem Kinzigtal für die Aufstiegsrelegation am 7.12. in Oberhausen.

Es war Titel- gegen Abstiegskampf. Dennoch waren in diesem Duell keine großen Niveauunterschiede zu sehen, da der Kontrahent aus Bayern einen Sahnetag erwischt hatte. Den Schiltachern dagegen unterliefen ungewöhnlich viele Fehler, sodass bis zum letzten Gerät keine endgültige Entscheidung fiel.

Dabei begann der Wettkampf mit starken Übungen am Boden von Julian Weller (3), Pit Nakic (3), Vladyslay Hryko (4) und Alexander Hellmold, der als einziger an Monheims Lukas Schlotterer drei Punkte liegen ließ. Nach Pferd und Punkten von Hryko (5), Weller (1) und Tom Nakic (3) stand es dann 19 zu 6 – es zeichnete sich also eine deutliche Angelegenheit ab. Ab den Ringen verlor der Titelaspirant jedoch den Faden und schenkte dem Gastgeber unnötig viele Punkte durch eigene Fehler. Weller hatte in seiner Übung schwer zu kämpfen, während Timo Armbruster und auch der russische Debütant Alexey Rostov bei ihren Abgängen stürzten. Zumindest bei Rostov reichte es noch für drei Punkte, womit es zur Pause aus Sicht der Gäste 15 zu 22 stand.

Am Sprung fingen sich die Schiltacher mit den guten Leistungen von Johannes Kastler und Pit Nakic. Vor allem in den Duellen von Weller (5) und Rostov (4) folgten dann weitere Punkte. Zwar mündete das noch in einen standesgemäßen Gerätesieg (9:3), aber auch am Barren überzeugte das VEGA Turnteam nicht wie zuletzt. Zwar gelang Lion Sundermann ein starkes Unentschieden gegen Norik Friedel, doch der Ukrainer Hryko blieb mit einem Punkt genauso hinter seinen Möglichkeiten wie Julian Weller, der sich nach Fehlgriffen seinem Kontrahenten mit vier Punkten geschlagen geben musste.

So fiel die Entscheidung erst am Reck, wo Sundermann und Rostov in den ersten beiden Duellen je vier Scores verbuchten. Mit einem am Ende knappen 8 zu 6 am Reck sowie dem engen Endstand von 40 zu 31 erlöste die Mannschaft den Anhang als auch sich selbst und feierte ausgiebig diesen Erfolg am Rande der Reck-Matte.

Am Ende war es fast eine Punktlandung: Mit diesem Sieg und dem erarbeiteten Geräteverhältnis (60:12) steht das Team um Cheftrainer Andreas Feigel an der Spitze der Tabelle und ist nicht mehr zu verdrängen. Damit ist nun auch klar, dass die Schiltacher mit der Qualifikation zur Bundesliga-Relegation am 7.12. in Oberhausen Historisches geschafft haben. Mit einem Sieg gegen den noch nicht feststehenden Meister der Nordstaffel könnten die Turner aus dem Schwarzwald sogar noch einen draufsetzen. Bevor es aber zum Relegations-Duell kommt, muss noch die Pflichtaufgabe gegen den TSV Buttenwiesen im Heimfinale nächsten Samstag (18 Uhr) gelöst werden.